Juist, Nordsee, Ostfriesland, autofreie Insel

Ach, Juist, muss ich wirklich schon weg? Ich spüre ein paar Abschiedstränen in den Augen. Während ich hier am traumhaft sonnigen Sonntagnachmittag diese Zeilen schreibe, bin ich wieder von dieser unfassbaren Stille umhüllt.

Der Blick geht aufs Wattenmeer, ein paar Möwen kreischen. Dann und wann Hufgeklapper der Pferde, die vor die Kutschen gespannt den Job von Autos und Lastern übernehmen. Die sind hier nämlich nicht erlaubt.

Irgendetwas hat diese Insel mit mir angestellt, was weit über das reflexhafte “Ach ist das schön hier!” hinausgeht. Da ist so ein tief sitzendes Gefühl, dass mir Juist etwas Wichtiges sagen will. Ich spüre, dass ich nach 6 Tagen hier so langsam bereit für die Botschaft wäre. Doch morgen geht es nach Hause.

Ich ringe um Worte und schaffe es doch nicht, die Magie dieses speziellen Ortes zu beschreiben. Vielleicht heißt Juist auch deshalb “Töwerland”, also Zauberland, weil man sich beim Zaubern auch nicht erklären kann, was da gerade passiert (außer man ist selbst Zauberer).

Früher hätte ich das, was ich gerade erlebe, als sentimentalen Quatsch abgetan. Inzwischen liebe ich es aber, emotionalen Aufruhr in seiner vollen Wucht zuzulassen und die gesamte Energie dieses Prozesses zu spüren.

Wenn ich auch vieles davon noch nicht in Worte kleiden kann, habe ich doch ein paar zentrale Lehren dieser Insel verstanden.

  1. Im Verhältnis zur riesigen Fläche eines 17 Kilometer langen und extrem breiten Sandstrandes sind wir Menschen doch nur Ameisen. Wenn dann der Sturm an einem zerrt, die Wellen donnern und Bilder zeigen, was die Natur schon alles mit diesem Landstrich angestellt hat, weiß man einmal mehr, wer in Wirklichkeit das Sagen hat. Und das sind nicht wir Menschen, auch wenn wir uns immer für die Größten halten.
  2. Die Realität ist die beste App. Das Wetter ist so, wie es ist. Und nicht, wie es irgendein technisches Gerät behauptet. Vor allem an der Nordsee. (Die Vorhersageirrtümer zu unseren Gunsten haben wir gerne in Kauf genommen und unvorhersehbare Regenschauer tapfer-durchnässt überstanden.)
  3. Große Stille kann ganz schön unheimlich sein. Wenn alle typischen Geräusche unseres betriebsamen Lebens wegfallen, bleibt nur noch das Tock-Tock-Tock der Uhr in der Ferienwohnung. Auch, wenn ich diesen Zustand schon ein paar Mal simuliert habe, ist es immer wieder extrem spannend, die dabei in einem ablaufenden Prozesse zu beobachten.
  4. Wenn du denkst, dein aktueller Zustand geht so langsam gen Perfektion, schickt dir das Leben eine Prüfung. In unserem Fall nach drei Tagen zwei junge Nachbarn, die sich den ganzen Tag in Entertainer-Lautstärke unterhalten haben und dazu noch Radio und/oder Fernseher laufen ließen. Also ein paar Mal tief atmen und die erneute Feststellung: Diese plärrenden Ablenkungsgeräte gehören für mich definitiv nicht zu einem gelungenen Leben. (Und der Abschiedsschmerz heute Morgen hielt sich in sehr überschaubaren Grenzen).
  5. Was gibt es Größeres im Leben, als kilometerlang barfuß am Meer entlangzulaufen, die eigenen Gedanken weit hinten am Horizont platziert, die salzige Luft zu schmecken und danach im Zustand völliger Zufriedenheit ein Nickerchen zu machen? Meine Antwort ist bekannt.
  6. Essen – Laufen – Schlafen. Essen – Laufen – Schlafen. Das Insel-Hamsterrad mit all seiner Monotonie ist das einzige, in dem ich gerne freiwillig gefangen bin und in dem ich noch lange weiterstrampeln könnte.
  7. Rückenschmerzen sind keine Strafe des Himmels, sondern ein Produkt von zu langer Computerarbeit im Sitzen (und manchmal schwerer Koffer, die in Züge gehievt werden). Danke, Juist, dass du mir die Physiotherapie namens Strandspaziergang kostenlos ausgestellt hast. Und interne Memo: Öfter mal den eigenen Artikel Du bist dein bester Arzt lesen.
  8. Wenn jemand in 5 Minuten vom Festland auf die Insel fliegt, danach aber gute 30 Minuten mit der Pferdedroschke zu seiner Unterkunft braucht, muss er sich vorkommen wie bei “Zurück in die Zukunft” (also nicht, dass ich das ausprobiert hätte, aber das fühlt sich bestimmt so an).
  9. Wer hat eigentlich behauptet, dass ich in der Woche hier so richtig viel für mein Buch schreibe? Ach, das war ja ich.

Dafür hatte ich hier durch das Runterfahren auf den “Ganz-einfaches-Leben”-Modus jede Menge kreativer Ideen. Ein bisschen was hat mir Juist also schon ins Ohr geflüstert.

Vielleicht will mir die Insel auch einfach nur sagen: “Danke, dass wir uns gefunden haben. Ich weiß ja, dass du bald wieder vorbeikommst und werde dir dann die nächsten Geschichten erzählen.”

Ich warte erfreut auf die Botschaften.

Ging es dir auch schon so, dass dich ein Ort emotional richtig packt? Wo war das, wie hast du das gespürt und was hat es bei dir ausgelöst? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

34 Kommentare

  1. Veröffentlich von Christin am 10. April 2016 um 19:40

    Hallo Mischa!
    Auf diesem Wege erstmal ein verspäteter Glückwunsch zum Geburtstag! Das hatte ich auf Facebook glatt verpasst!
    Mir geht es immer in den Bergen so, wie du es beschreibst. Wenn ich nach einer langen Wanderung oben stehe und hinunter gucke und alles, was ich sehe, nur weitere Berge und Natur sind. Ganz konkret habe ich da als erstes die Imbros-Schlucht auf Kreta in Erinnerung; und einen Alpenabschnitt, bei dem ich nicht mehr genau weiß, wo er war 🙂 Mit der Nordsee hingegen kann ich irgendwie nicht so viel anfangen.
    Ich hoffe du kannst die Ruhe und Erholung nach deiner Rückkehr noch mit nach Hause nehmen!
    Viele Grüße
    Christin

    • Veröffentlich von Mischa am 11. April 2016 um 8:22

      Hi Christin,

      dankeschön für die Glückwünsche! Es war mein erster Geburtstag am Meer und schreit durchaus nach Wiederholung 🙂

      Deine Eindrücke in den Bergen kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem bin ich als Allgäuer lieber am Wasser. Vielleicht trage ich ja doch hanseatische Gene in mir 😉

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

    • Veröffentlich von Steffi am 12. April 2016 um 12:41

      Ich war nach Ostern für ein paar Tage alleine auf Juist. Es war traumhaft…!!! Ich bin gepackt vom Fieber und der Sehnsucht, wieder zu kommen.
      Du sprichst mir aus der Seele und triffst es mit deinen Worten sowas von auf den Punkt!!! Applaus! 🙂

      • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:20

        Hi Steffi,

        danke für den Applaus 🙂

        Ich fand es total spannend, dass relativ viele Frauen allein auf Juist waren – aber kein einziger Mann. Weißt du, an was das liegt? Ist das Inselleben den Männern zu langweilig oder trauen die sich einfach nicht allein loszuziehen?

        Auf alle Fälle super, dass es für dich auch so ein großartiges Erlebnis war und dich jetzt schon auf den nächsten Besuch vorfreuen kannst.

        Ganz liebe Grüße
        Mischa

  2. Veröffentlich von conny am 10. April 2016 um 20:00

    Hallo Mischa,
    mich zieht es auch immer wieder auf meine Insel Wangerooge.
    Mindestens einmal im Jahr.
    DAS hab ich mir fest vorgenommen, bald geht es wieder los.
    Ich finde es dort so herrlich idyllisch, als wäre die Zeit stehengeblieben. Am schönsten finde ich die kleine Inselbahn die über die Insel bummelt, einfach alles nur schön.
    Und in der Mitte der “Pudding”.
    Ich bin gerne am Meer.
    Viele Grüsse von Conny

    • Veröffentlich von Mischa am 11. April 2016 um 8:25

      Hi Conny,

      lieben Dank für deinen Kommentar. Es ist echt interessant, dass für ganz viele die Nordsee mit ihren Inseln ein Rückzugs- und Loslass-Ort ist. Ich kenne bisher nur Norderney und Juist, habe mir aber vorgenommen, noch weitere Inseln zu entdecken, natürlich auch Wangerooge 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  3. Veröffentlich von Christoph am 11. April 2016 um 11:34

    Hi Mischa,

    das letzte Mal, dass ich solch ein Erlebnis hatte, war vergangenen Oktober in Berlin. Wir standen an der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße und obwohl dort so viel los war, befand ich mich im Slow-Motion-Modus.

    Angesichts des geschichtlichen Hintergrunds dieses Ortes haben mich die Gefühle überrannt. Denn ohne die Mauer wäre mein Großvater nicht in den Westen geflüchtet, hätte nicht meine Großmutter kennengelernt und so weiter. Das hat mich so dermaßen aus den Latschen gehauen, dass ich ziemlich lange mit meinen Tränen in der dortigen Kapelle saß. Aber es war mir total egal und im Nachgang betrachtet das intensivste Aufeinandertreffen mit meiner Familienvergangenheit, obwohl ich durch mein Baujahr 1989 von der DDR nichts mitbekommen habe.

    Ansonsten können mich die meisten (oft weniger geschichtsträchtigen) Orte, an denen ich mich befinde, relativ gut erden. Es reicht schon eine Parkbank, auf der ich sitzend die Bremse reinhauen kann. Und da kann es mitten in der Stadt auch ein Unkraut sein, das sich gegen den Beton wehrt und mich zum schmunzeln bringt.

    Viele Grüße vom Büro-Sonnenplatz
    Christoph

    • Veröffentlich von Mischa am 11. April 2016 um 17:34

      Hi Christoph,

      wow, was für ein großer Moment. Und wunderschön, dass du ihn zulassen konntest und wolltest und nicht davongelaufen bist oder dachtest, dass Tränen falsch wären.

      Danke, dass du uns an dieser großartigen Erfahrung teilhaben lässt und sonnige Grüße zurück aus dem Zug-Arbeitsplatz 🙂

      Liebe Grüße
      Mischa

  4. Veröffentlich von Uta Jentjens am 11. April 2016 um 13:02

    Lieber Mischa!
    Wie schön – freu mich total, dass Du einen Artikel über Juist geschrieben hast… Und siehe doch morgen mal in meinen Blog…. 🙂

    Dass Du Geburtstag hattest, wusste ich nicht: Herzlichen Glückwunsch nachträglich….!!! 🙂

    Feste Umarmung aus Juist – und bis hoffentlich ganz bald,
    die Uta 🙂

    • Veröffentlich von Mischa am 11. April 2016 um 17:38

      Liebe Uta,

      ich bin gespannt wie ein Flitzebogen! 🙂

      Geburtstag war schon am Mittwoch, die Nachfeier am Samstag 😉 Lieben Dank für die Glückwünsche und eine dicke Umarmung zurück.

      Juist ist großartig, du bist großartig, das mit dem ganz bald lässt sich bestimmt darstellen 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

      • Veröffentlich von Uta Jentjens am 12. April 2016 um 8:04

        Guten Morgen aus Juist!
        Hab Deinen Artikel heute noch auf die Juister facebook-Seite gesetzt – nicht wundern, wenn Deine follower-Zahl dann jetzt gehörig in die Höhe schießt – Du hast es mehr als verdient…!!!
        Drücker und schönen Tag! 🙂

        • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:23

          Liebe Uta,
          du überrascht nicht nur die wunderbaren Juist-Gäste täglich mit deinem Blog, sondern jetzt auch noch mich 🙂
          Herzlichen Dank dafür, dass jetzt noch viel mehr Juist-Fans den Artikel lesen können und einen Drücker zurück!
          Ganz liebe Grüße
          P.S.: Besucher-Rekorde sind schön 🙂

  5. Veröffentlich von Katharina am 11. April 2016 um 14:20

    Lieber Mischa, wie schön, dass Du Dich “auch” in Juist verliebt hast! Ich fahre schon hin, seit ich 3 Jahre alt bin und nutze die Insel auch jedes Mal zum Kraft (auf)tanken. Wenn Du Lust hast, schau gerne auch mal auf den “Lieblingsflecken” vorbei. Das ist mein kleiner Block übers Reisen und Wohlfühlen und über Juist habe ich selbstverständlich auch schon geschrieben. 🙂
    Es ist spannend zu lesen, dass jeder seinen Blickwinkel auf die Dinge hat. Obwohl Juist so klein ist und jeder dasselbe sieht, wirkt es doch auf jeden ein bisschen anders. Lieblingsgrüße sendet Dir Katharina

    • Veröffentlich von Mischa am 11. April 2016 um 17:45

      Liebe Katharina,

      hej wie cool, schon die zweite Juist-Bloggerin, die hier kommentiert 🙂

      Ich bin bei meiner ersten Recherche damals nach Utas Blog auch auf deinem gelandet und habe dort schon kommentiert (Juist für Anfänger), weil du dort auch einen tollen Job machst.

      Deine große Begeisterung für Juist kann ich auf Anhieb nachvollziehen. Mal schauen, vielleicht laufen wir uns dort mal über den Weg, nachdem ich jetzt auch angefixt bin 😉

      Liebe Grüße
      Mischa

  6. Veröffentlich von Anne am 12. April 2016 um 8:31

    Hallo Mischa, vielen Dank für diesen wundervoll geschriebenen Blogeintrag über “meine” Insel. Du hast genau das in Worte gefasst, was auch mich immer wieder an Juist fasziniert.

    Meine Familie fährt seit drei Generationen fast jährlich hierher, mit meinen beiden Töchtern kommt im Mai die vierte Generation hinzu. Ich hoffe, dass auch sie ihre Liebe zu dieser Insel entdecken werden.

    Es vergeht kaum ein Tag, an dem mein Mann und ich uns nicht nach der Entspannung und Ruhe sehnen, die wir nur auf dem Töwerland in diesem Maße fühlen können. Und ich habe IMMER Tränen in den Augen, wenn ich am Ende des Urlaubs auf der Fähre sitze und Juist immer kleiner und kleiner wird!

    Liebe Grüße

    • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:26

      Liebe Anne,

      wow, in der vierten Generation. Das nenne ich mal eine große Familienliebe. Was für eine wunderschöne Tradition. Ich bin mir sicher, dass eure Töchter das weiterführen werden. Juist lässt einem ja gar keine andere Chance 😉

      Ich bin gestern nach dem Ablegen auch ein paar Minuten lang mit Tränen in den Augen dagestanden und habe in Dankbarkeit “Auf Wiedersehen” gesagt.

      Liebe Grüße
      Mischa

  7. Veröffentlich von Caro am 12. April 2016 um 9:04

    Hey Mischa,

    sehr schöner Text über Juist, der mir komplett aus der Seele spricht.

    Wenn ich auf Juist bin, bin ich absolut glücklich. Das habe ich noch an keinem anderen Ort der Welt so erlebt.

    Jetzt meinen eigenen Kindern mein Juist zu zeigen, macht mich sogar noch ein Stück glücklicher. Mit ihnen am Schiffchenteich zu sein, wo schon ich als Kind stand, ließ mir direkt die Tränen in die Augen schießen…

    Liebe Grüße Caro

    • Veröffentlich von Mischa am 17. April 2016 um 11:28

      Liebe Caro,

      das ist so super spannend, was diese Insel mit einem anstellt. Was ist das genau? Vielleicht ist es auch besser, das gar nicht ergründen zu wollen 🙂

      Ich wünsche dir weiter viele Glücksmomente dort und das mit den Tränen gehört wohl auf Juist dazu, wie ich selbst gemerkt habe …

      Ganz liebe Grüße
      Mischa

  8. Veröffentlich von Daphne am 12. April 2016 um 10:10

    Hallo Mischa,
    hat Dich Juist also auch “erwischt”?!
    Du hast sehr schön darüber geschrieben, was Juist mit Dir gemacht hat. Juist ist einfach magisch, aber irgendwie dann doch eher einfach als magisch. Oder magisch einfach? 🙂
    Ich bin auch infiziert und habe es “Juistrausch” genannt. Wenn Du magst, schau mal hier: http://www.juistrausch.de – Juistige Gedanken, aber vor allem viele Fotos.
    Werde mich in Zukunft öfter auf Deinem Blog rumtreiben – schön bei Dir.
    Viele Grüße,
    Daphne
    P. S. Ach ja, alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

    • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:28

      Hi Daphne,

      ja, bumm, voll erwischt. Wirkungstreffer würde man beim Boxen sagen 🙂

      Und die Magie liegt in der Einfachheit und dadurch ist Juist einfach magisch, da hast du völlig Recht. Deinen Blog schaue ich mir gerne einmal an. Super Name! 🙂

      Ganz liebe Grüße und danke für die Glückwünsche!

      Mischa

  9. Veröffentlich von Sandra am 12. April 2016 um 13:48

    Hej Mischa,
    da waren wir wohl zur gleichen Zeit auf der Insel.
    Juist hat mich vor 10 Jahren schon fasziniert und nicht wirklich los gelassen.
    Auch in diesem Jahr habe ich wieder festgestellt, dass Juist einfach nur schön ist, schön ruhig, schön sonnig, schön auch mit Regen, schön mit Pferdegespannen, wunderschöner Strand, schöne Dünen, schön am Mehr und auch am Wattenmeer, schön, schön, schön. Eine Insel zum genießen und entspannen – auf jeden Fall um diese Jahreszeit.
    Ich wünsche allen eine tolle Zeit auf Juist, wann immer ihr mal dort vorbeischaut.
    Grüße
    Sandra

    • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:30

      Hej Sandra,

      ist ja lustig. Schade, dass wir uns nicht begegnet sind – zumindest nicht bewusst 😉

      Genieß weiterhin deine Aufenthalte auf Juist und lass die Schönheit auf dich wirken.

      Liebe Grüße
      Mischa

  10. Veröffentlich von Oliver am 12. April 2016 um 14:36

    Moin Mischa!
    Es ist fast alles schon gesagt: Sehr schöner Blogartikel und man kann sich diese Dinge nicht oft genug ins Gedächtnis rufen. Aus diesem Grund ist ein mindestens 1-2-malige Juist-Entspannungsbesuch im Jahr mit unseren drei Kindern ein absolutes Muss. Hier tanken wir auf, hier besinen wir uns.
    Vielleicht haben wir mit Dir wieder einen neunen Juist-Freund.

    P.S.: Aus so viel Juist-Liebe ist das hier geworden: https://www.juistig.de/souvenirs-meine-lieblingsinsel-juist/

    • Veröffentlich von Mischa am 17. April 2016 um 11:31

      Servus Oliver,

      Besinnung ist wirklich ein gutes Stichwort bei Juist. Und mich habt ihr definitiv gewonnen 🙂

      Und schön, was wie in deinem Fall aus so einer Liebe entstehen kann.

      Liebe Grüße
      Mischa

    • Veröffentlich von Anne am 26. April 2016 um 8:07

      Hallo Oliver,

      als ich im September bei Dir ein Armband für meinen Mann bestellt hab, war mir gar nicht bewusst, dass ein wahrer Juist-Liebhaber dahintersteckt. Ich dachte, es sei eine “normale” Merchandise-Firma. Hab mir die Geschichte hinter Deiner kleinen Firma erst jetzt durchgelesen. Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Erfolg! Mein Mann liebt sein Armband übrigens sehr, auch wenn er sonst kein Schmuckträger ist. Super Qualität, ich kann es nur empfehlen!

      • Veröffentlich von Mischa am 26. April 2016 um 10:20

        Hi Anne und Oliver,

        ist es nicht herrlich, dass der Blog selbst in diesem Bereich noch Aufklärungsarbeit leisten kann? 😉

        Liebe Grüße
        Mischa

      • Veröffentlich von Oliver am 4. Oktober 2016 um 16:27

        Moin Anne,
        erst jetzt habe ich deinen Kommentar gelesen. Der normale Alltag hat einen voll im Griff. Ich glaube es ist mal wieder Inselzeit. Das freut mich, dass deinem Mann das Armband so gefällt. Und JA, JUISTIG ist keine Merchandise-Firma. Es ist aus voller Liebe zu Juist entstanden. Und das wird auch so bleiben.

  11. Veröffentlich von Anna am 12. April 2016 um 18:32

    Ja, die Entschleunigung fand ich auch sehr beeindruckend. Das ist ja aber nicht nur auf Juist so, sondern auch auf einigen anderen Inseln. Eine schöne Aufzählung!

    Herzlich,
    Anna

    • Veröffentlich von Mischa am 12. April 2016 um 19:31

      Hi Anna,

      da stimme ich dir zu mit den anderen Inseln. Für mich war es aber vom Gefühl her anders als sonst, weil ich noch nie so berührt war, als es um den Abschied ging. So etwas kannte ich von keinem anderen Ort bisher.

      Danke für dein Lob und liebe Grüße
      Mischa

  12. Veröffentlich von Markus am 13. April 2016 um 7:52

    Hallo Mischa,
    das hört sich nach einem extrem coolen und guten Urlaub an. Dass du dich erholt hast, ist sehr gut, das freut mich.
    Auch bei mir gibt es so einen Ort. Auf Mallorca. Er liegt verträumt an einer kleinen Küste, die noch einigermaßen von Touristenströmen verschont wurde, insbesondere im Winter, wenn ich da bin. Es ist ein weiter Weg dorthin, man muss ungefähr 20 Minuten Fußweg in Kauf nehmen und das ist auch prima so. Ein paar Treppen und man ist kaputt, wenn man da ist. Dann kann man sich hinsetzen und ist ungestört beim Blick aufs Meer. Man kann da wirklich im Fels sitzen und ja, das ist echt cool.

    Dann möchte ich dir noch gerne sagen, dass es manchmal gar nicht so schlecht ist, wenn man mit einer Träne im Auge von so einem Ort geht, weil man kann es sich immer wieder in Gedanken zurückrufen und sich dran erfreuen, dass es sowas gibt und dass man wiederkommen kann. Der Mensch scheint ein wenig so gebaut zu sein, dass – wenn man immer da ist – das Gefühl der Zufriedenheit verfliegt. Aber da kann man dran arbeiten und das tue ich.
    Liebe Grüße,
    Markus

    • Veröffentlich von Mischa am 14. April 2016 um 20:03

      Servus Markus,

      ich kann mir bildlich vorstellen, wie du da im Fels sitzt und grundzufrieden einfach nur genießt. Alles richtig gemacht 🙂

      Und das mit dem Ortswechsel hast du gut beschrieben: Man rostet doch mental ein wenig zu sehr sein, wenn man zu lange am selben Ort ist. Deshalb halte ich eine gewisse Abwechslung für unabdingbar. Ich kenne zwar Landwirte, die grundzufrieden sind, wenn sie 40 Jahre lang nur ihren Hof und die nächste Stadt sehen, aber für mich wäre das nichts. Dazu trifft man viel zu viele spannende Menschen unterwegs, die einem auf dem eigenen Hof nicht so oft über den Weg laufen 😉

      Liebe Grüße
      Mischa

  13. Veröffentlich von Daniela am 2. Oktober 2016 um 1:20

    Hallo Mischa

    In deinem Reisebericht erkenne ich mein Erlebnis von diesem Sommer wieder. Nach einer kurzen Wiederentdeckung Juists im Sommer 2015, war ich diesen Sommer für drei Wochen dort. Drei Wochen ohne einen Bildschirm, ohne eine Tastatur, nada niente. Es fiel mir sehr leicht. Vorher ging es mir wohl auch schlecht genug, ich war nahe an der völligen Erschöpfung, auf die ich jahrelang, langsam aber sicher zusteuerte (ich verwende den neudeutschen Begriff ganz bewusst nicht).
    Und auch in Begleitung der Familie, trotz vieler Aktivitäten fand ich einen Rhythmus dort (vergleichbar mit von dir berichteten Laufen-Essen-Schlafen).
    Ich bin als anderer Mensch aus diesem Urlaub rausgegangen. Mit neuer Kraft, klarer, ruhiger und vertraunesvoller. In meinem Alltag kommt mir häufig die Frage in den Sinn: was hat den Unterschied bei diesem Urlaub an diesem Ort ausgemacht? Die Antwort gibt es nicht wörtlich. Es ist das Bewusstsein und es sind die inneren Bilder, die ich aus dieser Zeit mitgenommen habe, die mir diese Frage beantworten.

    Viele Grüsse
    Daniela

    • Veröffentlich von Mischa am 5. Oktober 2016 um 21:33

      Hi Daniela,

      lieben Dank für deinen Kommentar und die Schilderung deiner Eindrücke.

      Ich finde es großartig, dass du dort deine Ruhe gefunden und einen neuen Rhytmus entdeckt hast. Juist ist für so was wie geschaffen 🙂

      Bewahre dir die tollen Bilder und hab eine gute Zeit

      Liebe Grüße
      Mischa

  14. Veröffentlich von Swena am 11. Dezember 2016 um 13:35

    Hallo Mischa,
    ich habe letzte Nacht erst Deinen Blog entdeckt, bin aber jetzt schon fasziniert davon!
    Als ich dann auf diesen Artikel gestoßen bin, ist mir mein Herz aufgegangen!
    Ich durfte nämlich auf Juist aufwachsen und groß werden, musste jetzt aber leider zum Studieren wegziehen. Wie Du Deine Erlebnisse auf Juist beschrieben hast, hat mich wieder daran erinnert, wie dankbar ich sein kann, dass ich auf der Insel aufwachsen durfte und sie immer noch “meine Heimat” nennen darf.

    Herzlichste Grüße,
    Deine Swena

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